Politische Anekdoten

Wir haben Ihnen hier einige politische Anekdoten zusammen gestellt. Sie sollen Ihnen zeigen, dass man in der kleinen wie großen Politik auch durchaus 'mal etwas zu Lächeln haben kann.

Wir möchten diese unsortierte Sammlung gern weiter ergänzen. Wenn Sie auch eine nette Geschichte wissen, würden wir uns freuen, wenn Sie sie uns über die "Kontakt"-Funktion am oberen Bildrand mailen würden.

 

Weihnachtsgruß
Mitte der 90er Jahre versendete die SPD-Bundestagsfraktion Weihnachtskarten mit dem Bild des Weihnachtsmanns. Neben den üblichen Weihnachtsgrüßen lautete die Bildunterschrift: "Rot, familienfreundlich und schon lange da - könnte einer von uns sein."
Die FDP-Bundestagsfraktion erwiderte die Weihnachtswünsche und antwortete zusätzlich: "Hat schon einen langen Bart und nur die Kinder glauben noch an ihn - MUSS also einer von Euch sein."

Regierungserklärung
Sponti-Aufschrift auf einem Handtrockner auf einer öffentlichen Toilette:
"Knopf drücken - Sie hören eine Regierungserklärung."

"Wir wollen mehr"
Im Kommunalwahlkampf 2001 plakatierte die SPD in Bomlitz: "SPD Bomlitz - was will man mehr!"
Die CDU klebte als Antwort: "CDU Bomlitz - wir wollen mehr!"
Schnell ersetzte die SPD die entsprechenden Plakate mit "SPD Bomlitz - wir wollen weniger Schulden!", so dass dieses Bild (leider nur für ein paar Tage) hing.

Weniger Schulden

Ging noch nicht
Vor dem Hintergrund des großen Altersunterschieds zu seiner Frau wurde SPD-Kanzlerkandidat Johannes Rau 1987 gefragt, warum er erst so spät geheiratet hätte. Raus Antwort: "Es ging nicht eher. Meine Frau wurde nicht früher geboren."

Lebende Biotonnen
Die belgische Stadt Diest ging einen besonders innovativen Weg bei der Entsorgung des Bioabfalls. Im Jahr 2003 verteilte sie an ihre Bürgerinnen und Bürger kostenlos 6.000 Hühner, um die Abfuhr der braunen Tonnen einstellen zu können. Der Versuch hielt nicht lange und wurde wegen Erfolglosigkeit eingestellt.

Freie Rede
Sicherlich, es kann sein, dass er damals einfach einen schlechten Tag hatte. Aber der war auch wirklich SEHR schlecht. Hier kommt Kanzlerkandidat Edmund Stoiber beim legendären Interview bei Christiansen am 20.01.2002:
"... Das heißt also Absenkung des Nach..., des, des, des, des, des, na, des, des Alters, des Alters der Kinder, wenn sie, des Nachzugsalters; dann kommt der fünfte Punkt, und der sechste Punkt kommt dann sicherlich die Fragen gleich- ge..., äh, nicht gleich geschle..., sondern, äh, ob ich auch, äh, äh, Asylgründe schaffe außerhalb der politischen und der rassistischen Verfolgung, also auch Gründe, äh, wenn aus, wenn, wenn andere Gründe sozusagen also aus dem Geschlecht oder ähnlichem, äh, stattfinden, also wenn Frauen, die irgendwie wegen ihres Frauseins irgendwo verfolgt werden..."

Wo warst Du?
Johannes Rau hatte für alle Lebenslagen kleine Geschichten und Anekdoten parat, was den Umgang mit ihm sehr gesellig und unterhaltsam machte. Auch über die SPD erzählte er gern Witze:
"Karl-Heinz, warum warst Du nicht auf der letzten Ortsvereinsversammlung?" - "Wenn ich gewusst hätte, dass es die letzte ist, wäre ich natürlich gekommen."

Pferd im Stall
Oberbürgermeister-Wahlkampf 1960 in München: Die Anhanger des CSU-Konkurrenten Josef Müller, genannt Ochsen-Sepp, setzten über Hans-Jochen Vogel unter Anspielung auf seinen Geburtsort Göttingen in Umlauf, er sei ein Preuße oder sogar ein Flüchtling. Vogel erwiderte mit der bayerischen Herkunft seiner Eltern, Großeltern und Urgroßeltern und mit dem Satz:
"Wenn ein Pferd im Kuhstall geboren wird, ist es dennoch ein Pferd und kein Ochse."

Gegner zu stark
John Ashcroft (von 2001 bis 2004 US-Justizminister in der Bush-Regierung) war von 1986 bis 1993 Gouverneur von Missouri. 1994 wurde er für Missouri in den US-Senat gewählt.
Bei der Wiederwahl im Jahr 2000 hätte der damalige Gouverneur Mel Carnahan sein Gegner sein sollen, doch dieser starb zwei Wochen vor der Wahl bei einem Flugzeugabsturz. Leider reichte die Zeit nicht mehr, die Stimmzettel ändern zu lassen, so dass die Wahl durchgeführt werden musste, als sei nichts passiert.
Ashcroft verlor schließlich seinen Sitz im Senat: Die Mehrheit stimmte bei der Wahl für den verstorbenen Carnahan.

Ekelig im Flugzeug
Die Geschichte in der beigefügten Datei soll wirklich so stattgefunden haben. Bedauern Sie auch manchmal, dass Ihnen erst Minuten oder sogar Stunden später eine schlagfertige Reaktionen für etwas einfällt? Die Stewardess in dieser Geschichte war schneller.

Verfügbare Downloads Format Größe
Farbig - an Bord eines Flugzeugs PPS 97 KB

Reichtum für alle
Die LINKE muss sich ja keine großen Gedanken machen, ob man wirklich später einhalten muss, was man vor der Wahl versprochen oder gefordert hat. Das macht das Leben einer Partei sicherlich einfacher. Manchmal aber auch nicht, wenn man nämlich die Übersicht verliert, WAS man mittlerweile so alles versprochen hat.
"Reichtum für alle" und "Reichtum besteuern" - aber alles gleichzeitig. Da haben sich die alten Klassenkämpfer für die Steuereinnahmen ja ganz schön 'was einfallen lassen ...

20090828 Linke Will Reichtum