1931 - Die NSDAP in der Heide auf dem Vormarsch

Die NSDAP kann im Landkreis Fallingbostel wegen der besonderen Sozialstruktur anfangs schlecht Fuß fassen. So berichtet der NSDAP-Kreisleiter später im Jahrbuch des Landkreises: "Die eigenartige landwirtschaftliche, wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammensetzung des Kreises erschwerte zunächst die Arbeit der ersten Parteigenossen ungeheuerlich. Die zum Teil unter den schwierigsten Verhältnissen durchgeführten Versammlungen waren nicht in der Lage, den Mitgliederbestand zu heben."

Wenn auch verzögert, ist die NSDAP dann aber auch in der Heide auf dem Vormarsch: "Ein Hauptträger der nationalsozialistischen Bewegung im Landkreis Fallingbostel war neben einem Teil der bäuerlichen Bevölkerung vor allem der gewerbliche Mittelstand in den Kleinstädten. Aus ihm rekrutierten auch alle anderen Parteien, mit Ausnahme der Arbeiterparteien SPD und KPD, ihre kommunalen Ratsmitglieder, während in den Dörfern in den Gemeinderäten die wohlhabenden Bauern den größten Einfluß ausübten. Beide Gruppen hatten ein besonderes Interesse am Werdegang von Dorf und Kleinstadt und versuchten in den verschiedenen kommunalen Gremien ihre Interessen umzusetzen bzw. ihre wirtschaftliche Existenz zu sichern."