Eine klare Bestätigung für den Standort Bomlitz

 
Foto: Walsroder Zeitung

An dieser Stelle soll die Erweiterungsanlage für die Methylcellulose-Produktion entstehen.

 

Dow erweitert die Methylcellulose-Produktion im Industriepark in Bomlitz
Fertigstellung Ende Juli 2017

Dazu die Walsroder Zeitung in ihrer Ausgabe vom 01. Juni 2016

 

BOMLITZ. Kleine Ursache, große Wirkung: Wer schon einmal gebaut oder renoviert hat, weiß zumindest, was Putze und Mörtel sind. Diese Baustoffe werden auf Mauerwerk oder Betonflächen an Außen- und nnenwänden sowie Decken aufgebracht – und zwar zu verschiedenen Zwecken: zur Herstellung eines glatten Untergrundes zum Beschichten, Fliesen, Streichen oder Tapezieren.

In Europa haben sich längst Fertigprodukte durchgesetzt – und weltweit befinden sie sich auf dem Vormarsch. An der Stelle kommt das beschauliche norddeutsche Bomlitz ins Spiel. Denn dort, beim Hersteller Dow, entstehen Additive, also Zusatzstoffe, ohne die Fertigmörtelprodukte gar nicht funktionieren würden. Sie basieren auf Methylcellulose, ein chemisches Produkt, das in Bomlitz eine lange Tradition hat.
Dow ist führender Sepzialist in der Cellulosechemie und Marktführer bei Methylcellulose (MC).
Die Additive werden zwar nur in kleinen Mengen – weniger als ein Prozent – zugesetzt, sind aber Voraussetzung für das gesamte Funktionieren. Würde man darauf verzichten, wären die gewählten Baustoffe gar nicht zu verarbeiten – sie liefen buchstäblich von der Wand oder kleckerten von der Decke.
Investitionsentscheidungen bei Dow, dem weltweiten Chemieriesen, fallen ganz sicher nicht in Bomlitz, sondern im weit entfernten Midland (Michigan, USA). Und dort ist es zurzeit nicht leicht, überhaupt Gelder zur Erweiterung oder Ausweitung nach Europa zu holen. „Wir sind jedenfalls froh, dass wir das bekommen haben“, sagt ein Bomlitzer Unterehmenssprecher zu der bevorstehenden Ausweitung der Methylcellulose-Produktion (MC5+) im Industriepark. Grund ist der florierende Absatz der MC-Produkte auf einem weltweiten Markt, besonders aber in Europa und Deutschland, wo die gute Baukonjunktur ihren Anteil daran hat, dass auch immer mehr Baustoffadditive benötigt werden.
In gut einem Jahr soll die erweitere MC-Produktion in Betrieb genommen werden, Baubeginn ist in diesem Sommer. Arbeitsplätze entstehen allerdings keine. „Wir gehen davon aus, dass die Erweiterung der bestehenden Anlage mit dem vorhandenen Personal betrieben werden kann“, so ein Sprecher. Dennoch freut man sich am Standort in Bomlitz – nicht nur wegen der Möglichkeit, die Produktion auszudehnen und noch bessere Geschäfte zu machen: Denn mit der Entscheidung werde ein klares Zeichen für den Standort gesetzt, die Botschaft nach innen und außen laute: „Wir investieren wieder“.
Nach der weltweiten Wirtschaftskrise 2008/2009 lag das Absatzminus im gesamten Baubereich bei rund 25 Prozent. Es folgte eine längere Konsolidierungsphase, aber bereits im vergangenen Jahr erreichte Dow am Standort in Bomlitz wieder sehr gute Zahlen – anders konnte die Ausage von Dow-Standortleiter Dr. Neldes Hovestad – „Wir hatten ein traumhaftes Jahr“ – gegenüber der WZ vor einigen Wochen nicht gedeutet werden.
Es ist ein offenes Geheimnis, dass das Bauhauptgewerbe einer der Konjunkturtreiber gegenwärtig ist – und da der Markt weltweit wächst, wächst Dow in Bomlitz mit – und das ist sicherlich keine schlechte Nachricht für die Region.

 


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